Dreisatzrechnung

Der Dreisatz ist ein einfach anzuwendendes rechnerisches Verfahren, bei dem die Abhängigkeit der einzelnen Kriterien zueinander ausgenutzt wird.



Die Dreisatzrechnung - oder die Verhältnisgleichung

Der Dreisatz in der Mathematik ist nicht zu verwechseln mit dem ebenfalls als Dreisatz bezeichneten Glücksspiel, das während des 17. und 18. Jahrhunderts sowohl in Frankreich als auch in Deutschland verbreitet war. Es ist eine Abart von Poch und Brag, das später zur Grundlage der Entwicklung des Pokerspiels geworden ist. Dieses wird alternativ auch als "31", als "Fluss" oder "Belle" bezeichnet. In der Mathematik handelt es sich bei der Dreisatzrechnung und ein rechnerisches Verfahren, mit dessen Hilfe aus drei bekannten Werten ein vierter unbekannter Wert ermittelt werden kann. Dafür sind Umstellungen der Grundformel notwendig, die denen ähneln, die auch in der Prozentrechnung angewendet werden. Der Dreisatz wird auch als "Schlussrechnung" bezeichnet und nutzt das Grundprinzip der Verhältnisgleichung. Dem Dreisatz liegen logische Einsichten zugrunde, die eine schematische Lösung eines mathematischen Problems möglich machen. Eine komplette Erkenntnis der Gesetzmäßigkeiten der Mathematik ist dafür nicht notwendig. Die Kenntnis der Proportionalität macht die Verwendung des Dreisatzes überflüssig, weil die Ergebnissuche mit einfacheren rechnerischen Schritten möglich ist.



Der Dreisatz gehört zum Lernstoff in der allgemein bildenden Schule. Der Dreisatz lässt sich sehr vielfältig anwenden: Programmierbare Taschenrechner können mit den Formeln des Dreisatzes ganz individuell "gefüttert" werden. Dadurch werden sowohl geometrische Berechnungen als auch Berechnungen in der Mengenlehre möglich. In der Abrechnung der Betriebskosten für Immobilien wird der Dreisatz in der Software für die Umlage der vom individuellen Verbrauch abhängigen Kosten genutzt. Im Bankwesen lässt sich der Dreisatz beispielsweise für die Berechnung von Zinsen oder Raten anwenden. Im Bauwesen kann der Statiker auf die Anwendung des Dreisatzes nicht verzichten.